Jeder kann in seinem Alltag Kleinigkeiten tun, die einen großen Unterschied machen. Unser Beitrag soll euch als erste Anregung zu einem bewussteren und nachhaltigeren 2022 dienen. Er soll euch aber auch zum Weiterdenken anregen. Denn überall können sich Möglichkeiten für Entrepreneure eröffnen. Wir brauchen dringend intelligentere Lösungen für unsere gesellschaftlichen Probleme. Entrepreneurship ist die Möglichkeit, auf drängende Fragen unternehmerische Antworten zu finden. 

https://stolzekuh.deReduziere deinen Fleischkonsum

Für unseren Wurstaufschnitt fürs Frühstück, das Steak zum Mittagessen und das Schnitzel zum Abendbrot zahlt unsere Umwelt einen hohen Preis: über die Großflächen an Land, die benötigt werden, über Klimagase bis hin zu Frischwasserverbrauch. 

Seit 2014 versucht der Veganuary im Monat Januar mehr Menschen zu einem veganen Lebensstil zu ermutigen. Man muss sich ja nicht gleich in kompletten Verzicht üben, bereits ein bewussterer Umgang mit tierischen Produkten hilft Umwelt und Tierwohl. Probiert es doch einfach mal aus, ob nun für den Monat Januar oder einem regelmäßigen Tag in der Woche. Wesengerechte Haltung bietet z.B. der Hof Stolze Kuh. Die Tiere werden es euch danken! 

 

1961

71 Tonnen

2020

338 Tonnen

1980

137 Tonnen

2000

230 Tonnen

weltweiter Fleischkonsum 1961- 2020 Quelle: Statista.de

Dinge weglassen

Sicherlich findest auch du Dinge in deinem Haushalt, die vielleicht bequem, aber nicht wirklich notwendig sind. Backpapier z.B.: Plätzchen und Co. lassen sich auf einem Backblech ohne Backpapier zubereiten. Der einzige „Nachteil“ ist, dass Du das Backblech hinterher sauber machen musst. Das sollte uns unsere Umwelt jedoch wert sein. Frischhaltefolie:  Bienenwachstücher sind ein toller Ersatz und außerdem wiederverwendbar. Oder Küchenrolle: Eine Erfindung, die es früher nicht gab und auch heute unnötig ist. Ebenso kann man gut alte Stoffservietten, klein geschnittene Geschirrhandtücher oder Lappen verwenden. Nach dem Gebrauch kurz unter fließendem Wasser ausspülen und fertig. Mache dich auf die Suche nach solchen einfachen Dingen, die uns selbstverständlich erscheinen, aber einmal weggelassen einen großen Nutzen für unsere Umwelt haben.

 

Regional & sesional

Avocados aus Mexico, Himbeeren aus Marokko und Weintrauben aus Chile: So verlockend es auch ist all diese Produkte ganzjährig kaufen zu können, so fatal ist es für die Umwelt. Weite Fahrtwege sind schlecht für die Klimabilanz und auch die Frische leidet darunter. Mit einem einfachen Sasionkalender zum Herunterladen habt ihr immer die Gemüse- und Obstsorten im Blick.

 

Sammelbestellungen

Sammelbestellungen sind ein guter Weg, um der Umwelt und eurem Geldbeutel etwas Gutes zu tun. Wenn ihr euch mit Freunden, Verwandten, Nachbarn oder Kollegen zusammentut, könnt ihr viele Produkte in Großpackungen bestellen. Damit spart ihr Verpackung, Transportwege und natürlich auch Geld. Win-win-win also!

 

Gebrauchtes spenden, wo es Sinn macht

Wer mit einer Kleiderspende direkt Bedürftigen helfen möchte, ist bei Altkleidercontainern leider an der falschen Adresse. Hier sind einige Anlaufstellen, wo eure Gebrauchtwaren gut aufgehoben sind und anderen helfen:

  • bei der zuständigen Arbeiterwohlfahrt (AWO)
  • bei Kirchenverbänden, Bahnhofsmissionen, Notunterkünften in deinem Viertel oder deiner Umgebung
  • bei kleineren, regionalen Hilfsverbänden
  • Bücherspenden sind gut beim SinneWerk aufgehoben

Wasserkocher statt Herdplatte

Wasser, dass im Wasserkocher erhitzt wird statt im Topf auf der Herdplatte (z.B. für Nudeln) benötigt deutlich weniger Energie.

Rechenbeispiel der WWF: Durch 1 Liter Wasser pro Tag können wir im Jahr 90 Kilogramm CO2 und 40€ einsparen.

Keine Lebensmittel verschwenden

Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln sollte eigentlich selbstverständlich sein. Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft werfen die Verbraucher in Deutschland unglaubliche 75 kg Lebensmittel im Jahr weg! Wertvolle Tipps und Rezepte gegen Lebensmittelvergeudung findet ihr z.B. auf zu gut für die Tonne. Reste, für die ihr keine Verwendung mehr habt, könnt ihr über foodsharing mit anderen teilen. Mit der App Too Good to Go könnt ihr übriggebliebene Reste aus den Restaurants in eurer Nähe bestellen.

Mehr Gelassenheit

Fragt euch bei allen Dingen, die euch vielleicht in 2022 passieren sollten: Wird das in einem Jahr noch wichtig für mich sein? Die Antwort wird dabei helfen unwichtige Dinge herauszufiltern und ihnen mit mehr Gelassenheit zu begegnen. Probiert es aus!

Sagt Nein zu Palmöl

Palmöl wird auch als ein möglicher „Sargnagel“ unserer Gesellschaft bezeichnet. Durch Palmplantagen werden oftmals ökologisch sehr wertvolle Gebiete dem Erdboden gleichgemacht und so auch – verschiedene Tierarten (wie der Orang-Utan) in ihrer Existenz bedroht. Verzichte daher nach Möglichkeit auf Produkte, die Palmöl enthalten. Dies ist leider auch bei vielen Bioprodukten der Fall!

Sharing is Caring 

Teilen ist gut für die Umwelt und das Gemeinwohl. Teilen spart Ressourcen und Geld. Teilen ist im Trend.

Beispiele für ungewöhnliche Sharing-Plattformen im Bereich Food: 

Mundraub.com – Plattform für die Entdeckung und Nutzung essbarer Landschaften.

Marktschwärmer – frische Produkte regionaler Erzeuger

urbane Gemeinschaftsgärten

Doch nicht jede digitale Plattform hat das Wohl der Gemeinschaft und der Umwelt im Sinn. Eine kritische Betrachtungsweise zeigt uns Harald Welzer auf, wenn er von “Plattformkapitalismus” und einer Ökonomisierung des Alltags spricht.

Trinke Leitungswasser

Der Verein a tip: tap setzt sich für die Wasserwende ein: “Der Flaschenwasserkonsum in Deutschland ist mit 177 Litern pro Person heute 15-mal höher als in den 1970er Jahren. Damit verursachen wir viel Plastikmüll und unnötige CO2-Emissionen.” 

Dankbarkeitstagebuch

In schwierigen Zeiten neigen wir dazu uns auf unsere Probleme und Sorgen zu konzentrieren. Dabei tun wir uns selbst nichts Gutes. Wenn wir unser Denken auf positive Dinge lenken helfen wir unsere Psyche und kommen weiter. Warum nicht mal ein Dankbarkeitstagebuch anlegen? Einfach jeden Tag mindestens drei Dinge aufschreiben, für die man dankbar ist. Der positive Effekt ist wissenschaftlich belegt

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