Auszug aus dem "Handbuch Entrepreneurship" - Hrsg. Günter Faltin:

Die klassische Betriebswirtschaftslehre hat vor allem die economies of scale im Auge, also die Kosteneinsparungen bei Großserien. Wir können aber auch andere Sparpotenziale angehen. Als Gründer haben wir kaum eine Chance, mit unseren Produkten oder Dienstleistungen gleich große

Serien aufzulegen. Wir sind zu klein, als dass wir mit dem Arsenal der Goliaths mithalten konnten. Dafür haben wir andere Pfeile im Köcher. Großen, etablierten Unternehmen fällt es nicht leicht, Sympathie für ihre Organisation zu generieren. Dagegen berichten Medien in aller Regel positiv über die Person des Gründers oder der Gründerin. Weil es als mutig und vorbildlich gilt, eine Gründung zu wagen. Medien leben von neuen Ereignissen und Geschichten, vor allem, wenn sie ein persönliches, emotionales Element mitbeinhalten. Wir sollten den Sympathiefaktor nicht unterschätzen. Ich wurde sogar so weit gehen, zu sagen, dass der Gründer ausdrücklich auf economies of sympathy setzen kann. Eine Ökonomie der Sympathie schaffen vor allem kleine Unternehmen, in denen die Menschen und ihre Haltung sichtbar werden.

Authentisch zu sein, sich nicht verbiegen zu lassen und dies auch zu leben – wer wollte das nicht? Die gute Botschaft: Es ist ein Wert, der sich auch ökonomisch auszahlen kann. Bei Gründungen, in denen die Person und das Anliegen des Gründers sichtbar werden, wird Authentizität zum wirtschaftlichen Faktor. Wir können also auch economies of authenticity ins Spiel bringen.

Auch wenn Sie glauben, nicht gerade charismatisch zu sein – Sie sind eine Persönlichkeit. Wenn Sie für eine Sache einstehen – glaubwürdig, mit innerer Überzeugung – dann werden es die Menschen spüren. Und es honorieren. Man kann für seine Sache werben, ohne sich verkaufen oder verbiegen zu müssen.

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