Die Große Transformation des Wasserkonsums

Wasserverschwendung

Warum wir unseren Wasserkonsum neu denken müssen

„Der nachhaltige Umgang mit Wasser, und das gilt in gleicher Weise auch für alle anderen Naturressourcen, ist kein Problem, das wir als Gesellschaft allein den Abteilungen Wissenschaft, Politik oder Ökonomie zur Lösung vor die Tür legen dürfen. Dies gehört zu den Kernfragen einer entstehenden globalen Kultur, die jeden Menschen betrifft und unser Überleben bestimmen wird.“ Mauser 2007:20

Wasserknappheit und Wasserverschwendung

Alle Anzeichen weisen darauf hin, dass sich die globale Trinkwassersituation verschärft. 2,2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser und rund 785 Millionen Menschen haben noch nicht einmal eine Grundversorgung mit Trinkwasser. Das Problem der Wasserknappheit wird durch die ungleiche regionale Wasserverteilung verschärft: Die meisten Industrieländer liegen in wasserreichen Regionen der Erde, während beispielsweise die durchschnittliche Wasserverfügbarkeit in den Länder Afrikas unter der kritischen Grenze liegt.

Der größte Wasserverbrauch findet in der Landwirtschaft statt. Hier werden weltweit 70 Prozent der Trinkwasservorräte verbraucht. Oft liegt dies an veralteter oder nicht an die Bedingungen angepasster Bewässerungstechnik. Auch die Wahl des Saatguts wird eher von ökonomischen Überlegungen und nicht aufgrund klimatischer Bedingungen getroffen. Die Folge sind hohe, aber vermeidbare Wasserverluste.

Flaschenwasser – ein Marketingtrick

Wo es in vielen Ländern zu wenig von gibt, wird der Bevölkerung in Deutschland reichlich bereit gestellt: Wasser ist hierzulande keine Knappheit. Wir duschen mit Wasser, wir kochen mit Wasser, wir trinken Wasser ohne darüber nachzudenken, wie viel uns am nächsten Tag davon noch zur Verfügung steht.

In Hinblick auf den Wasserkonsum der Bundesrepublik kommt man nicht umhin auf die Unmengen an Plastikflaschen in den Supermärkten zu schauen. Dabei ist Leitungswasser in der Regel genauso gesund wie das Wasser aus der Flasche – in einigen Fällen ist es sogar ratsamer, Leitungswasser zu trinken. Denn dass Plastik nicht gerade gesundheitsfördernd ist, haben zahlreiche Studien gezeigt.

Es stellt sich die Frage: Warum sind so viele Menschen dennoch bereit, Geld für Flaschenwasser auszugeben, wohingegen ihnen eigentlich Leitungswasser um ein tausendfaches günstiger in das eigene Haus geliefert wird? Kritiker bezeichnen Flaschenwasser als einen der besten Marketingtricks unserer Zeit. Tatsächlich ahnen die Wenigstens, dass sich hinter der Bezeichnung „Tafelwasser“ ein extrem überteuertes, mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser verbirgt..

Daher braucht es einen ökologisch und ökonomisch intelligenteren Ansatz, eine Transformation des Wasserkonsums.

A tip: tap – ein Verein, der die Transformation des Wasserkonsums vorantreibt

Der ​CO₂-Fußabdruck der Deutschen könnte durch den Umstieg auf Trinkwasser aus der Leitung enorm verringert werden. So setzt sich der Verein a tip: tap e.V. für den Genuss von Leitungswasser ein, um Plastikmüll, CO₂ und Geld zu sparen. Samuel Höller, Gründer und Vorstand des Vereins a tip: tap e.V., spricht mit uns darüber, wie man Leitungswasser-Aktivist wird, über die Wasserwende und was der Verein so alles auf die Beine stellt.

Auf dem ersten virtuellen Entrepreneurship Summit – vom 9. bis 11. Oktober 2020 – widmet sich unter anderem Samuel Höller in der Impulsgruppe „Gegen Plastikvermüllung im Wasser“ der Wasserwende und wie wir unseren Plastikmüll eindämmen können. Der diesjährige Leitsatz „Die Große Transformation” spiegelt sich in allen unseren Programmpunkten wieder. Wir müssen gemeinsam neue, praktische Lösungen für unsere wachsenden ökonomischen Herausforderungen finden. Sei eine Inspiration und lass Dich inspirieren!

Sicher Dir jetzt ein Ticket und werde Teil der Bewegung!


Quellen: agrarheute.comreset.orgunicef.deutopia.dewwf.de

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