Sicherheit für Deutschlands Helden

“Es sind immer häufiger Routineeinsätze, die eskalieren”, sagt Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und einer der Auftraggeber einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen, an der mehr als 20.000 Beamte teilnahmen. Die Zahl der schwerer verletzten Polizisten nahm von 2005 bis 2009 um mindestens 60 Prozent zu.


Wir haben die Vision einer neuen Generation nicht letaler Waffen (NLW) die unsere Polizei und Sicherheitskräfte bei Ihrer täglichen Arbeit unterstützt und zugleich niemanden ernsthaft verletzt. Eine Waffe die den Angreifer handlungsunfähig macht und gerade in der Nahkampfzone gegen Messer und andere Angriffe schützt.


Dabei stehen zwei Aspekte im Vordergrund: Der Schutz der Einsatzkräfte vor ernsthaften und schwerwiegenden Verletzungen, aber auch das Verhindern schwerer körperlicher Schäden des Angreifers. Ziel dieses Einsatzgerätes soll sein, dem letzten Schritt der Verteidigung, nämlich dem Einsatz der Schusswaffe zuvor zu kommen.


Im heutigen Ausrüstungs-Repertoire der Polizei finden sich eine Vielzahl an Gerätschaften: Die Schusswaffe, Schlagstöcke, Pfefferspray. Was, mit Ausnahme des Pfeffersprays fehlt, ist ein Gerät, mit dem ein Agressor in der Distanz gehalten und gleichzeitig überwältigt werden kann.


Wir wollen ein solches Gerät etablieren und produzieren: Es soll den Angreifer in der Distanz für kurze Zeit bändigen, sodaß dieser ohne Gefahr überwältigt werden kann wo es notwendig ist. Dabei handelt es sich ausdrücklich um keine Taser, die wiederum eine nicht unerhebliche Gefahr darstellen (und aus diesem Grund in Deutschland vermutlich nicht flächendeckend Verbreitung finden werden). Es sind sowohl die nötigen Patente vorhanden, wie auch der Wille Deutschland ein Stück sicherer zu gestalten.


Bolg Beitrag:
http://nlw-sicherheit.blogspot.com


Quellen:

Gewalt gegen Polizisten – Hilflos in der Nahkampfzone (Spiegelonline 26.05.2010)
URL: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,696824,00.html

Gewalt gegen Polizisten – Dein Freund und Opfer (Die Tageszeitung 26.05.2010)
URL: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/dein-freund-und-opfer

38 Idee über “Sicherheit für Deutschlands Helden

  1. Herbert F. Berg sagt:

    Leute ich habe das gerade nochmals angesehen ich unterstütze das aus Überzeugung

  2. D. sagt:

    Die im Artikel genannten Studie weist darauf hin, dass die Gewalt gegen Polizisten abgenommen hat. Zitat:

    „Quantitativ ließ sich keine Zunahme der Gewalt nachweisen. Die Zahl getöteter oder schwer angegriffener PolizistInnen hat eher abgenommen. Das Gleiche gilt für Krankschreibungen.“

    Die Legende von der schutzlosen Polizei:

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/06/04/die-legende-von-der-schutzlosen-polizei/

    Der Autor ist Anwalt für Strafrecht.

  3. Stefan sagt:

    Ich erkenne durchaus das Problem, sehe jedoch hier nicht wie der Lösungsansatz aussehen sollte. Etwas mehr Info wäre schon wünschenswert, wenn man sich ernsthaft mit dem neuen Produkt beschäftigen sollte.

  4. H. B. sagt:

    Die Polizei soll bei Ihren Einsätzen entsprechend geschützt sein, die immer heikler werden, insbesondere bei „scheinbaren“ Standarteinsätzen.

    Ich möchte diese Sache ebenso unterstützen.

  5. Tommy sagt:

    Super gedanke. Jedoch ist mir noch nicht ganz klar wofür marketing wenn es um den schutz von der polizei geht? Ist es nicht eher eine reine präsentationsfrage?

  6. B.B. sagt:

    Auch wenn hier nicht näher beschrieben ist was genau das helfende Gerät ist, grundsätzlich eine gute Idee…

  7. Roland Riedel sagt:

    Ich bin dafür, man kann dadurch viel Leid und Fehler die man im Polizeieinsatz erträglicher machen.Also, worauf warten die Politiker noch?
    Roland Riedel

  8. Paul Soos sagt:

    Statt blind etwas zu unterstützen, sollte man sich zuerst einmal die Lösung (Produkt) für das Problem genauer ansehen. ;-)

  9. P. Meier sagt:

    Das Problem sind nicht fehlende Einsatzmittel. Problematisch ist eine Führungsebene inder Polizei, die sich oportunistisch gegen Beamte stellt die sich für Recht und Gesetzt einsetzen. Bekannt sind Verbote an Einsatzgruppen ihren in tatsächlicher Gefahr befindlichen Kollegen bei Krawallen zu helfen. Bekannt sind Umfragen unter Polizeibeamten die bei eindeutig gefährlichen Situationen nicht ihre Einsatzmittel verwenden weil sie Disziplinarmaßnahmen fürchten.
    Außerdem ist diese „Bewerbung“ absolut nichtssagend!

  10. Frank sagt:

    Schützen ist gut, Schutz aber besser.
    Nicht nur die Ausrüstung sollte den Polizisten schützen, sondern der Schutz sollte von der Politik kommen.
    Anstatt die Rechte und Befugnisse der Polizei immer mehr zu beschneiden, sollte man diese Rechte und Befugnisse mehr stärken.
    Hier ist die Politik gefordert den Schutz des Polizisten zu gewährleisten und nicht neue Waffen.

  11. harry sagt:

    ja genau, die armen polizisten… die dann mal den bedrohlichen widerständlern in die fresse treten, natürlich weil diese widerstand geleistet haben und so… ja ne…

  12. Herbert F. Berg sagt:

    Ich habe mal wieder hier in die einzelnen Postings rein gesehen.
    Ist schon ein wenig verwunderlich was bei einigen aus dem Projekt abgeleitet wird.
    Wenn ich es richtig verstanden habe geht es um „nicht letale Waffen“ für die Polizei.
    „letal“ = tödlich ! daraus abgeleitet „nicht letale Waffen“ = nicht tödliche Waffen !!

    Die verschiedenen Postings mit der allgemein Schelte auf die Polizei halte ich für absolut ungerechtfertigt.

    Jede Organistion kann ihre Arbeit nur so gut oder schlecht durchführen wie sie ausgerüstet und ausgestattet ist.

    Tatsache ist ,dass bei der Polizei seit Jahren sowohl materiell als auch personel gespart wird.

    Bei unseren verantwortlichen Politikern in Komunen,Land und Bund habe ich das bei deren Eigeninteressen bislang nicht bemerkt.

    Wenn ich mir wünschte ,dass mehr und häufiger z.B. in Fussgängerzonen Streife gegangen werden sollte ist die eine Personalfrage.

    Dafür können wir dann beobachten,dass
    in längeren Zeitabschnitten ein Streifenwagen (wenn wir kein anderer Einsatz dazwischen kommt,mal durchfährt.

    Es geht bei diesem Projekt doch auch nicht um mehr Schusswaffen oder um die Gesetzesausweitung der Polizeibefugnis!

    Wenn dann auch noch ein Rechtsanwalt (anonym) diesen Plog und das Projekt für seine eigene Plattform benutzt ist dies wirklich zielfördernd.

    Weniger tötliche Waffen in die Hand der staatlichen Gewalt ist immer unterstützungs würdig.

    Und noch etwas an die vielen Kritiker,wenn ihr soviel an der Polizei und ihrer sicherlich nicht leichten Arbeit auszusetzen habt, warum seid ihr denn dann nicht dabei ?!

    Ich bin übrigens kein Polizist und sicherlich auch ,dann und wann Kritiker.

    Ich halte das Projekt immer mehr für unterstützungswürdig

  13. Ralf sagt:

    Hallo,

    also realistisch muss man doch sehen um welche „nicht letale Waffen“ es sich hier wahrscheinlich handelt: Taser !

    Und wenn man sich da manche publik gemachten Einsätze auf Video von Ländern anschaut, wo diese schon im Einsatz sind, dann graut es mir davor.

    Ich denke da zum Beispiel an das Video, wo bei einer Verkehrskontrolle eine (zwar betrunkene, aber keinesfalls agressive) Frau zum Aussteigen aufgefordert wird. Sie versteht (wahrscheinlich schon aufgrund des Zustands) die Aufforderung des Polizisten nicht. Nach zweimaliger Aufforderung öffnet der Polizist die Fahrertüre, und „schiesst“ mit dem Taser (Elektro-Schocker) auf die Frau. Diese fällt aus dem Auto und liegt benommen auf dem Boden. Daraufhin drückt der Polizist nochmal den Knopf, und die Frau erhält erneut einen Stromschlag.
    Zwischenzeitlich sind auch schon einige Menschen (auch wegen Herzschwächen) nach dem Einsatz eines Tasers verstorben.

    Das „Nicht-letal“ ist also schön und gut. Aber realistisch muss man sagen: Taser sind Waffen, mit einer geringen Quote von Todesfällen.

    Davon abgesehen: Vom Hersteller wird auch immer wieder behauptet (und bei Schulungen mitgeteilt), es würde keine Folgeschäden nach der Anwendung des Tasers geben. Also im Gegensatz z.B. zum Schlagstock keine blauen Flecke, Brüche, etc. Wie man an manchen Videos z.B. aus den USA sieht, scheint dies auch deutlich die Hemmschwelle für den Einsatz des Tasers gegen Menschen zu senken, auch wenn keine direkte Gefahr für die Polizisten besteht.

    Nicht umsonst gibt es anderweitige Bestrebungen, die Taser-Waffen als Folterinstrumente ächten zu lassen.

    Wer Beispiele will: Einfach bei youtube mal die Wörter „taser police“ eingeben.

    In diesem Artikel ist zwar nicht angegeben um welche nicht letalen Waffen es sich handelt, aber man sieht wo diese Art Waffen hinführen kann….

    Gruss Ralf

  14. Christian Lemke sagt:

    Lieber Ralf,
    es handelt sich definitiv nicht um Teaser sondern um eine neue und innovative Netzwaffe. Ich kenne die Videos von youtube und würde solche Projekte nicht unterstützen bzw. bei diesem Wettbewerb anmelden. Ich will nicht zuviel verraten aber wir verfügen über Patente von neuen Netzwaffen die niemanden verletzen sondern einfach nur handlungsunfähig machen.

    Wir wollen Netzwaffen produzieren um unsere Polizisten im Einsatz zu schützen aber dennoch den Gegner nicht zu verletzten.

  15. Frank sagt:

    Ich lese mir die Kommentare, seit ich von dieser Aktion gehört habe, sehr genau durch und muss zu meinem Erstaunen feststellen, dass die nicht Polizisten hier offensichtlich den besseren Durchblick haben.
    Ich sagte es ja schon, die Politik ist hier an erster Stelle gefordert, denn sie hat es ja erst möglich gemacht, dass die Polizei zum Spielball von jedermann wurde.
    Es betrifft aber nicht nur die Polizei.
    Es geht mit den Kindern los, denen Rechte zuerkannt werden, mit den sie nicht umgehen können.
    Bereits die Kinder Wissen, dass die Erwachsenen keine „Macht“ über sie haben und so beginnt die Spirale der Gewalt sich zu drehen, angefangen in der Familie über Erzieher zum Lehrer und so weiter und so fort.
    Warum gibt es denn soviel Gewalt gegen Polizisten und ganz besonders bei scheinbar harmlosen Einsätzen?
    Es hat sich rumgesprochen, dass man den Polizisten grundlos anzeigen, beleidigen und schlagen kann, ohne dass die Politik / Polizeiführung dagegen etwas unternahm.
    Anfangs wurde dieses Phänomen totgeschwiegen und kleingeredet und selbst Richter haben dem Ganoven mehr Glauben geschenkt als dem Polizisten.
    Jetzt wo es schon fast zum Volkssport geworden ist, fängt man an zu klagen.
    Glaubt mir, ich weis wovon ich rede.
    Ich bin seit nunmehr 30 Jahren Polizist, kein Schreibstubenhengst, sondern ein Schutzpolizist, jetzt heißt es ja Sachbearbeiter im Einsatzdienst.
    Wir sind im Funkwageneinsatzdienst mit Schussweste, Dienstwaffe, Tonfa ( neuer Schlagstock bzw. Mehrzweckstock ), Handfessel und Pfefferspray ausgerüstet.
    Muss der Polizist im Einsatz neuerdings immer mit gezogenen Einsatzmittel antreten?
    Soll es im Funkwageneinsatzdienst so laufen, dass der Polizist erst schießt / schlägt oder sprüht und dann seine Fragen stellt?
    Auch der Einsatz einer nicht letalen Waffe wird den Polizisten nicht wirklich vor Übergriffen schützen.
    Es sei, der Funkwagen ist nicht mehr mit zwei sondern mit drei Mann im Funkwageneinsatzdienst.
    Zwei führen die Maßnahme durch und einer sichert immer im Hintergrund mit einsatzbereitem Einsatzmittel.
    Geht ja gar nicht, denn wie hier bereits treffend festgestellt wurde, hat man die Polizei extrem zusammengespart, sodass die Abschnitte jetzt schon Probleme haben die Regeldienste – gemeint sind die Funkwageneinsatzdienste – rund um die Uhr zu besetzen.
    Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da ist der Polizist in Uniform nur mit Waffe und Handfessel auf Streife gegangen .
    Gemeint ist hier nicht nur die Zeit der Volkspolizei.
    Nein, nach der Wende war ich in Berlin Steglitz OT Lankwitz eingesetzt und bin nachts allein auf Fußstreife gegangen z.B. durch den Gemeindepark und ganz ohne Schussweste, Pfefferspray und Schlagstock.
    Heute undenkbar.

  16. Christian Lemke sagt:

    Lieber Frank,
    vielen Dank für die Einblicke in deinen Alltag und danke das du uns ein Stück weit bestätigst, auch wir geben dir durchaus recht. Wir sind nicht politisch aufgestellt sondern suchen nur nach praktikablen Lösungen für die Polizei, den Grenzschutz, die Security etc.

    Wäre toll wenn du uns weiterhin unterstützt denn nur wenn wir das Thema publik machen kann darauf auch von der Regierung nachhaltig reagiert werden.

  17. Frank sagt:

    Hallo Christian,
    Danke für die Resonanz, aber egal was wir hier auffahren, es wird sich nichts ändern.
    Solange in diesem Land Täterschutz vor Opferschutz geht und Straftäter in Luxuseinrichtungen ihre Strafe absitzen dürfen, wo Straftäter Anspruch auf Freigang und Hafturlaub haben wird sich nichts an der Gewaltbereitschaft, egal mit welchen Waffen oder nicht letalen Ausrüstungen die Polizei auch arbeitet,
    ändern.
    Ich habe es ehrlich gesagt aufgegeben, an die Politik zu glauben.
    Das ich meinen Dienst nach wie vor nach besten Wissen und Gewissen ausübe, liegt einzig und allein daran, dass ich 1980 einen Eid geschworen habe.
    Ein weiterer Punkt ist, dass ich den Menschen so nehme wie er ist, egal wie seine Vergangenheit aussieht, denn auch der Penner oder Säufer oder oder oder,
    hat seine Würde und solange wie ich die Würde des anderen respektiere, werde auch ich respektiert.
    Ich blicke in meiner 30-jährigen Dienstzeit auf ganze zwei Widerstandhandlungen zurück und so soll es auch bleiben.
    Es gibt ein Sprichwort“ Der Ton macht die Musik“ und das wird gerade von der jüngeren Generation der Polizisten immer wieder vergessen.
    Viele Widerstandshandlungen sind von den eingesetzten Polizisten selbst verschuldet.
    Das ist leider eine Tatsache und wird auch gern totgeschwiegen.

  18. Frank sagt:

    Hallo,

    generell habe ich etwas gegen alle Arten von Gewalt und Kriminalität. In diesen Fall muss sich aber unsere Polizei nicht wundern, dass sie mehr und mehr Gewalt gegen sich selbst verspürt. deutschland entwickelt sich immer mehr zum Polizeistaat. Wenn ich in Ulm abends durch die Innenstadt laufe und schon ein Polizeiauto neben mir langsam auffährt, und die Insassen mich von oben bis unten anschauen, fühle ich mich nicht so wohl dabei. Kontrollen über Kontrollen. Da kann ich mir schon erklären, dass die Gewaltbereitschaft sich gegen der Polizei verstärkt.
    Aber generell, wie gesagt, verabscheue ich Gewalt überhaupt. Ob nun gegen Polizei oder gegen Bürger.

  19. Herbert F. Berg sagt:

    Hallo Christian und Unterstützer,
    langsam gewinnen auch bei den Kommentaren die Realisten und die Euch Unterstützenden
    die Oberhand.
    Das ist gut so!!
    Deshalb weitere Unterstützung

  20. MARCEL SOUVARD sagt:

    IM PRINZIP NE GUTE IDEE. NUR UM WAS HANDELT ES SICH DENN GENAU: IST ES PRADXISTAUGLICH? UND AUSSERDEM BEDENKEN SOLLTE MAN, DAS MAN NICHT ALLES AM GÜRTEL MITRUMSCHLEPPEN KANN.

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