Prof. Dr. Guenter Faltin im Gespräch

Ein Hintergrundgespräch mit Professor Dr. Günter Faltin, Gründer der Projektwerkstatt GmbH/Teekampagne und Preisträger des Sonderpreises 2009.

:unternehmen!: Sie haben einmal gesagt: „Ich kenne nichts Spannenderes, als ein eigenes Unternehmen zu gründen“ – warum sind Sie Professor geworden?

Prof. Dr. Günter Faltin: Eigentlich wollte ich nie Professor werden. Als ich selber noch studierte, habe ich mich ständig mit den Professoren angelegt. Ich fand deren Selbstgefälligkeit und deren Stil unmöglich und habe das auch laut gesagt. Aber wie das so ist, zehn Jahre später gibt es Reformuniversitäten und dann heißt es, so jemanden wie Sie brauchen wir. So bin ich Professor geworden.

:u!: Was haben Sie anders gemacht als die Professoren, die Sie kritisiert haben?

Faltin: Ich habe die Praxis in die Universität geholt, aber nicht, indem ich jemanden von Siemens eingeladen habe, der uns erzählt, was Praxis ist. Sondern anders herum: Ich habe in Gedanken eine bessere Praxis wissenschaftlich entworfen und diese dann auch umgesetzt. Es funktioniert, wie das Beispiel Teekampagne zeigt. Deshalb musste ich Unternehmer werden, um zu zeigen: Man kann es besser machen.

:u!: Sie haben an der FU Berlin den Arbeitsbereich Entrepreneurship aufgebaut. Was verstehen Sie unter Entrepreneurship?

Faltin: 1. Konzept, 2. Konzept, 3. Konzept. Das Unternehmenskonzept ist das alles Entscheidende. Wir leben in der postindustriellen Gesellschaft, es reicht nicht mehr, einfach nur Produkte herzustellen und dafür zu werben. Stattdessen muss ich Geschäftsmodelle entwickeln, die erkennbar besser sind als die Konventionen im Markt. Ich muss Ideen, neue Anwendungen und Qualitäten verkaufen.

:u!: Sehen Sie sich eher als Professor oder eher als Unternehmer?

Faltin: Das würde ich so nicht unterscheiden. Wenn man ein guter Professor sein will, muss man das umsetzen können, was man lehrt.

:u!: Was macht Sie zu einem guten Unternehmer?

. . .


Sie können das ganze Interview hier lesen.

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