Entrepreneurship for Integration – unternehmerische Unterstützung für geflüchtete Menschen

Entrepreneurship for Integration – unternehmerische Unterstützung für geflüchtete Menschen

Wir Entrepreneure haben durch unsere Geschäftstätigkeit Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auf Kunden, die Umwelt und das wirtschaftliche Umfeld. Es ist erfreulich zu sehen, dass sich mittlerweile zahlreiche Unternehmen in der Flüchtlingshilfe engagieren indem sie Produkt- und Sachspenden zur Verfügung stellen und Mitarbeitern Zeit für ehrenamtliches Engagement einräumen. Besonders stark hilft der Schritt, geflüchteten Menschen einen Arbeitsplatz in seinem Unternehmen zu schaffen. Wie gelingt die Integration in den Arbeitsmarkt? Eine von sicherlich vielen Antworten darauf ist Social Entrepreneurship. Social Entrepreneure sind Unternehmer, die soziale Verantwortung mit Unternehmertum verbinden. Einige dieser Firmen möchten wir heute vorstellen.

jobs4refugee

Die gemeinnützige Organisation jobs4refugees wurde 2015 in Berlin mit der Mission gegründet, geflüchteten Menschen einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Durch Workshops und Bewerbungstraining versuchen sie Geflüchteten den formalen Bewerbungsprozess näher zubringen und zugleich kulturelle Hürden zu überbrücken.

social bee

Ähnlich wie jobs4refugee hat auch social bee das Ziel, die Integration von Geflüchteten und Migranten in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft möglich zu machen. Sie arbeiten mit dem Modell der Zeitarbeit und stellen Benachteiligte ein, die durch die Arbeitnehmerüberlassung eine große Auswahl an Positionen in verschiedenen Unternehmen besetzten – und das nicht für kurzfristige Einsätze. Mindestens ein Jahr sollen sie dauern, denn das langfristige Ziel ist es, dass der Arbeitnehmer anschließend übernommen wird.

Flüchtlingspaten Syrien

Der Verein Flüchtlingspaten Syrien hat sich im März 2015 in einer bis dahin kaum bekannten Nische der Flüchtlingshilfe entwickelt. Noch immer lassen einige Bundesländer den Familiennachzug für Syrer zu, sofern ein „Verpflichtungsgeber“ deren Lebensunterhalt trägt, d.h. der öffentlichen Hand daraus praktisch keine Kosten entstehen. Diese Einstandsverpflichtung für den Lebensunterhalt ist seit August 2016 auf fünf Jahre beschränkt worden und gilt unabhängig davon, ob erfolgreich Asyl beantragt wurde. Das daraus resultierende finanzielle Risiko versucht der Verein zu verkleinern, indem er es auf möglichst viele Menschen verteilt und damit die größtmögliche Menge an Menschen aus ihrer Not rettet.

Charta der Vielfalt

Die Charta der Vielfalt ist eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Seit 2006 verfolgt die Initiative das Ziel, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland voranzubringen. In Organisationen soll ein Arbeitsumfeld geschaffen werden, das frei von Vorurteilen ist. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern soll Wertschätzung entgegen gebracht werden, unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Ankommer. Perspektive Deutschland

Das Stipendienprogramm „Ankommer. Perspektive Deutschland“ wendet sich an angehende Startups und sozial-unternehmerische Initiativen, die ihr Konzept mit Unterstützung eines interdisziplinären Expertenteams weiterentwickeln und in eine tragfähige unternehmerische Lösung überführen wollen. Im Vordergrund  steht die Entwicklung und Implementierung von innovativen Modellen, die sich deutschlandweit übertragen lassen und nachhaltig dazu beitragen, geflüchteten Menschen in Deutschland eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe zu sichern, etwa durch Zugang zu Bildung und das Schaffen von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

Headerbild: © Sammy Theurer | Entrepreneurship Summit 2019

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