Mit besonderen konzept-kreativen Gründungen ist Russland bisher nie wirklich in Verbindung gebracht wurden. Obwohl laut Loren Graham, Wissenschaftshistoriker des MIT, russische Wissenschaftler an einigen der wichtigsten technischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts beteiligt waren. Sie haben Laser erfunden, leisteten Pionierarbeit in der Computertechnik und sogar die Idee des Fracking geht auf ihr Konto. All diese bahnbrechenden Erfindungen wurden am Ende jedoch von anderen weiterentwickelt und kommerzialisiert. Warum? Die entscheidende Schnittstelle zwischen Patenten und wissenschaftlicher Forschung auf der einen Seite, und Markterfolg auf der anderen Seite, ist Entrepreneurship. Russland hat kaum Entrepreneure. Es gibt zwar eine Vielzahl von Forschern. Jedoch machen es die russischen korrupten Strukturen nicht gerade leicht, wenn nicht sogar unmöglich, ein Unternehmen zu gründen. Zudem hat Wirtschaft, laut Graham, ein schlechtes Image bei russischen Forschern. Folglich wurde das fortlaufende Unvermögen großartige Ideen in Unternehmen zu verwandeln eines der größten Probleme Russlands. Die russische Regierung versucht nun mit der Errichtung einer russischen Version des Silicon Valley dieses Problem zu lösen. Dabei ist dies wahrscheinlich der falsche Ansatz. Zwar gibt es eine Vielzahl von kreativen Ideen und sicherlich auch den nationalen und regionalen Markt, doch die wichtigste Zutat fehlt: Der Entrepreneur. Jede kreative Idee braucht jemanden der daran glaubt, daran arbeitet, sie verfeinert und in eine kommerzielle, markttaugliche Zukunft führt. Für konzept-kreative Entrepreneure bietet Russland jedoch eine kreative Spielwiese. Sie können wissenschaftliche Fortschritte in marktfähige Neuheiten umwandeln. Mit Hilfe von Google Scholar und Google Patents, kann jeder Entrepreneur die wissenschaftliche Forschung durchsuchen und für sein Entrepreneurial Design nutzen. So können willige Entrepreneure wie Trüffelschweine Patente und Forschungen schnell entdecken und das ungenutzte Potenzial wahrnehmen. Lesen Sie das gesamte Interview mit Loren Graham. Bild: © opensource.com/flickr