Neugründung in der Faltin-Villa
Seit letztem Wochenende sind also unsere Faltin-Villa -Nachbarn mit der Plattform bondea.de online gegangen. Gestern haben wir in der Villa mit einem Gläschen Sekt auf den erfolgreichen Start angestossen auf die ersten fleissigen Nutzerinnnen, die bereits das Netwerk nutzen. Um die Plattform einmal vorszustellen, habe ich Eva Hinte um ein kleines Interview gebeten.
Zuerst wollte ich natürlich wissen, was denn das besondere an bondea.de ist?
Eva: bondea ist Deutschlands erstes Freundinnen Netzwerk. Hier können Frauen ihr privates und berufliches Netzwerk pflegen und erweitern, sie können Themen-Clubs gründen, Veranstaltungen planen und leicht organisieren.Die Netzwerkfunktionen bitten für Mütter einen zusätzliches Nutzen, den nicht nur die eigenen Interessen können eingebunden werden sondern auch die der eigenen Kinder. So finden Mütter leicht andere Mütter deren Kinder die gleiche Klasse besuchen oder im gleichen Verein sind. Aber auch Krabbelgruppen für die ganz Kleinen können leicht gebildet werden. Zusammen mit den leichten Einladungs- und Verwaltungsfunktionen entlastet bondea Frauen so zusätzlich und kann auch einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten.
Eine weitere Aufwertung stellt das bondea-Magazin dar, ein online Magazin von Frauen für Frauen. Das Magazin wird nebenberuflichen Autorinnen die Möglichkeit zur Veröffentlichung ihrer Werke geben und stellt für die übrigen Nutzerinnen eine spannenden Schmöckerecke mit einer guten Mischung aus Unterhaltung und Tips, Tricks und Rezepten dar.
Wer kann denn alles Mitglied werden? Kostet die Mitgliedschaft etwas?
Eva: Die Mitgliedschaft bei bondea ist absolut kostenlos.Beitreten kann man bondea, wenn man von einer bestehenden Nutzerin eingeladen wird oder die bondea-Telefoneinladung nutzt. Dort müssen Nutzerinnen ihren Namen und ihre Emailadresse hinterlassen. Wir laden die Interessentin daraufhin ein.
Und wie willst Du damit Geld verdienen?
Eva: bondea wird sich über Werbung finanzieren. So bleibt die Mitgliedschaft für die Nutzerinnen kostenlos. Werbung in sozialen Netzwerken steckt noch in den Kinderschuhen, neben klassischer Bannerwerbung sind auch weitere Modelle denkbar, welche Werbung eingesetzt wird entscheidet letztlich die Communitie.
Wir wünschen Dir viel Erfolg!
Auf dem Bild: hintere Reihe das Tomarni-Team Thomas Strassburg, Stefan Arndt und deren Programmierer Ralf Schulenberg sowie Florian Nöll, Gründer der typologen.de. In der Wasserhyazinthen-Couch: links Sandra Kugel, Geschäftsführerin von rapskernoel.info, rechts Eva Hinte (bondea.de) , unser “Gründer-Küken”…
Ich (Rafael Kugel) stehe hinter der Kamera…
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5 Responses to Neugründung in der Faltin-Villa
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[...] Interview im Entrepreneurship-Blog [...]
[...] Update 2: Krasse Sache, fragt irgendwer auch die Kinder? Praktisch ist das ja vielleicht wirklich, zB um Krabbelgruppen zu bilden, aber haben Kinder nicht ein Recht darauf, dass ihre Eltern nicht einfach ihre Daten ins Netz streuen? bondea hat viele Besonderheiten und Innovationen im Detail, bondea ist ein soziales Netzwerk ausschließlich für Frauen. Neben den eigenen Profilen können Frauen, die Mütter sind, auch Kurzprofile der eigenen Kinder eingeben. So können sich Frauen nicht nur über die eigenen, sondern auch über Eigenschaften der Kinder finden. Die Netzwerkfunktionen bitten für Mütter einen zusätzliches Nutzen, den nicht nur die eigenen Interessen können eingebunden werden sondern auch die der eigenen Kinder. So finden Mütter leicht andere Mütter deren Kinder die gleiche Klasse besuchen oder im gleichen Verein sind. Aber auch Krabbelgruppen für die ganz Kleinen können leicht gebildet werden. Zusammen mit den leichten Einladungs- und Verwaltungsfunktionen entlastet bondea Frauen so zusätzlich und kann auch einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. [...]
Menschen, Freunde und *NEU* jetzt auch Kinder werden immer mehr zu den Accessoires anderer Leben. Man stößt zunehmend auf erstaunte Reaktionen, verbittet man sich solchen Missbrauch. Dankbarkeit für die freundschaftliche Erwähnung durch das Veröffentlichen privater Bilder, gerne mit Namensnennung, wird da schon eher erwartet. Wie kann einer ein Freund sein, ein echter Freund, wenn er sich nicht im Internet für alle gut sichtbar als solcher präsentieren will?
In diesen Tagen bin ich so unglaublich froh, in der ‘Vor-Internet-Zeit’ geboren worden zu sein.
Nicht sehr schön, sich vorzustellen, man stieße im Internet auf Bilder aus der Kindheit, persönliche und bestenfalls gleich noch medizinische Daten von mir, ohne dass ich jemals Einfluss darauf gehabt haben könnte, ob sie dort auftauchen oder nicht. Weil Mama sie eingestellt hat, als ich noch nicht mal die Worte formen konnte, die sie davon hätten abhalten können. Weil Papa sie voller Stolz, Sorge oder Profilierungssucht ins weltweit für so gut wie jeden zugängliche Internet gepackt hat. Danke.
Ach, ich vergaß, auch Bondea nimmt ja den Datenschutz sehr ernst, die Daten werden also nie für Dritte – Nichtmitglieder der Community wohlgemerkt – einsehbar sein. Und in die Community kommt ja nicht jeder. Also alles ganz harmlos.
Ja, nee, is’ klar, Atze.
Schaut man sich die technischen Abläufe und Zwischenfälle bei der PR-wirksamen Blogine-Wahl an, beginnt man zu erahnen, wie unglaublich sicher die Datenbanken sein werden, wie unglaublich sicherheitsbewusst mit Technik und Datenbeständen umgegangen werden wird.
Und mit welch enthusiastischem Eifer (freundlich gesagt) kurzsichtige Mütter noch das unwichtigste und dadurch vielleicht privateste aller Details in Eingabemasken pressen werden.
Meine Eltern sind auf die Barrikaden gegangen, als die Volkszählung an stand, heute beginnt man reflexartig Tippbewegungen auszuführen, sieht man ein Formularfeld.
Man kann Bondea wohl keinen Vorwurf machen, wenn – wirtschaftlich klug, denn die Kinder von heute sind die Frauen von morgen oder so – Daten abgegriffen und mitgenommen werden, die von den eigentlich Verantwortlichen in die Öffentlichkeit geschleudert werden. Man könnte es schon geschickt nennen, wenn im Vollton der Überzeugung im Interview von den Vorteilen gesprochen wird, die Mütter durch den Datenstriptease erhalten. Nur: wahrscheinlich glaubt man es wirklich. Man glaubt an die Harmlosigkeit und die Vorteile bis hin zur völligen Kritiklosigkeit.
So zumindest denke ich mir das. Wie ich es auch wende, ich kann nur die Wörter “kalt” oder “doof” in meiner gedanklichen Schneekugel erblicken.
“Einmal im Internet, immer im Internet”.
Mehr oder weniger bleibt nicht zu sagen, doch selbst das verpufft in den Hirnwindungen der Menschen, die schon vor den nächsten leeren Feldern sitzen, um sich pfiffig-individuelle Einträge auszudenken. Egal, um wen es dabei geht.
Ach, Ihr löscht kritische Kommentare?
Ist ja nicht besonders “2.0″, das würde nämlich ehrliche Kommunikation bedeuten – und hier ist nicht die übliche Worthülse gemeint =)
Nun ja, sagt Bescheid, wenn der Rubel rollt, dann will ich nichts gesagt haben und Asche auf mein Haupt streuen.
Hm. Ok. Ihr löscht nicht, mea culpa. Aber wieso werden unter “Kommentare” zunächst nur Trackbacks angezeigt?